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Der erste Blog-Eintrag unserer englischen Praktikantin

22 Okt

 

Hallo liebe Kundinnen und Kunden,

Mein Name ist Fliss, und ich bin die englische Praktikantin hier in Stoffekontor. Falls Sie neulich im Laden gewesen sind, haben Sie mich vielleicht schon mal gesehen, wie ich mit einem kopfhochen Haufen von Stofferollen rumschwanke, oder wie ich so viele Pakete wie Baby Prinz George zu Weihnachten auspacke.

Ich bin schon seit zwei Monate hier gewesen, und heute hat Anja es mir endlich erlaubt, das Stoffekontor-Blog zu schreiben! (Das ist bisher am Ende meiner immer wachsenden Liste von Aufgaben gekommen). Aber da ich heute so fleißig war, darf ich so was.

Also, da ich gerade meinen allerersten Eintrag schreibe, möchte ich das Geschäft zuerst ein bisschen beschreiben. Von der Perspektive einer Engländerin ist Stoffekontor äußerst gemütlich – sowohl von der Stimmung her als auch vom Aussehen her. Ich habe mehrere englische Stoffgeschäfte besucht – sie sind aber leider alle kerzenlos und sofalos, und eine Lichterkette wäre etwas überflüssiges und „nichts für den Arbeitsort“. Ich finde es aber höchst schön, dass so viele Mühe und so viele Gedanken das heutige Aussehen geschafft haben. Vielleicht sind Engländer einfach ein bisschen zu taktlos dafür!

Die Stimmung im Büro ist auch einzigartig. Stoffe liegen gegen alle Wände, Reststücke fliegen regelmäßig zwischen die Schreibtische, und die ganzen bunten Farben erschrecken mich immer noch ein bisschen! Es gibt immer was, worüber man lächeln kann, und wenn gerade nicht, kommt jemand zufällig rein, um einen Witz oder eine lustige Geschichte zu erzählen.

Die ganze Küche ist auch etwas ganz spannendes für mich. Zu Hause an der Arbeit haben wir nur eine Mikrowelle und einen Wasserkocher – aber hier haben wir mal einen ganzen Auflauf zum Mittagessen vorbereitet, und wir kochen zusammen mehrmals pro Woche. Bei mir haben wir kaum genug Zeit, eine Mikrowellenschale zu erhitzen, und noch weniger Zeit, das fertige Essen zu genießen. Diese „Zu Hause an der Arbeit“ finde ich aber eine sehr gemütliche Idee – auch wenn man mehr Zeit beim Schnippeln als beim Stoffe Verkaufen verbringt.

Wobei sagt der Stereotyp, dass die Deutschen streng sind. Was Pausen betrifft, stimmt das gar nicht! Ich arbeite immer von 8 bis 16 Uhr, und insgesamt kriege ich genau 45 Minuten Pause. Wenn ich mehr nähme, würde ich angemeckert, und wenn ich weniger nähme wäre ich selbst daran schuldig. Hier machen wir einfach eine Pause, wenn wir Lust darauf haben, und Kaffee und Kuchen haben wir öfter als „Tea break“ zu Hause. Und wir sind ja weltweit für Tee bekannt!

Aber wenn man genug Kaffee trinkt ist alles wieder gut. Wir sagen immer „A nice cup of tea will make everything better“. Ich glaube, die Kaffeepause ist für die Deutschen etwas ähnliches. So was brauchen wir alle, aber um uns wirklich erholen zu können, brauche ich nur eine traditionelle Tasse englischer, von meiner Schwester extra mitgebrachter Tee. Obwohl deutsche Kaffee bestimmt besser als englische Kaffee ist – ich finde ihn das super-dupere Allerbeste – vielleicht hat Stoffekontor auch den besten Kaffee, den ich in meinem ganzen Leben getrunken habe (einschließend meiner Jogurt-Kaffee-Spezialität, als ich einmal keine Milch dabei hatte..)

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